Feste Größe in Sachen Kultur

Störmeder Blasorchester bot gelungenes Konzert / Beiträge durchweg gelobt

"Ich freue mich, dass die Bude so rappelvoll ist", sagte Wolfgang Rüsing, der neue Vorsitzende des Musikzugs Störmede, vor dem traditionellen Frühlingskonzert in der Aula der Pankrantius-Grundschule. Er begrüßte u.a. acht Vertreter örtlicher Schützenvereine: Die Störmeder Musiker haben halt viele Freunde.

Die Fortmation ist ein symphonisches Blasorchester, eine Bigband - und eine fest Größe im kulturellen Leben der Gemeinde. Ein schneidiger Marsch mit prächtigen Signalen der Hörner und Posaunen eröffnete das Programm. Und dann erklang einer der ersten Höhepunkte des Abends: Verdis Nabucco-Ouvertüre. Aus der Unheil verkündenden Einleitung des tiefen Blechs erwuchsen große sinfonische Linien. Die Klarinetten intonierten den Gefangenenchor, ein großer Orchesterjubel wurde von den in perfekter Synchronität trillenden Flöten überhöht. Dirigent Berthold Kutscher führte das Orchester mit präzisen Zeichen bis zum pompösen Schluss.

Hohes technisches Können zeigten die rund fünfzig Musiker, unter ihnen mehr als ein Dutzend junge Damen, mit Kompositionen aus unserer Zeit, die mit ihren gewagten Harmonien, die nicht immer den traditionellen Reinheitsgeboten entsprechen, und den synkopenreichen Rhythmen eine besondere Herausforderung für Amateure bilden. Da gab es u.a. eine freche Pop-Version von Händels Wassermusik, ein Medley mit Melodien von Neil Daimond und einen Querschnitt durch "Lord of the Dance".

Viel Beifall bekam Martin Hunold für sein Solo als Schmied bei der Polka Feuerfest von Josef Strauß. Und dann war da noch die "Maid" mit dem strammen Dirndel und blondem Lockenkopf: Sie blies mit vollen Wangen auf der Tuba die Polka vom fidelen Bassisten. Viel Beifall! Zwei Zugaben und ein langer Abend mit Gerstensaft und belegten Brötchen folgten...



Schnappschüsse vom Konzert