Von Elefanten und GigolosFrühlingskonzert des Musikzugs Störmede begeisterte das große PublikumFrühlingskonzert Störmede "Ich bin völlig von den Socken. Wieder haben wir so viele Gäste. Wenn das so weitergeht, wird bald selbst die Schützenhalle zu klein", meint Wolfgang Rüsing, Vorsitzender des Störmeder Musikzugs. Wohl war! Erstmals wurde das Frühlingskonzert von der Aula der Grundschule in die Schützenhalle verlegt; doch trotz größerer Raumkapazitäten waren die Karten schnell ausverkauft und die Halle brechend voll. Unter der Leitung des Dirigenten Berthold Kutscher boten die Musiker ihren Zuhörern am Samstagabend ein einzigartiges Konzerterlebnis mit einem Mix aus Operetten und Symphonien, moderner Unterhaltungsmusik, Swing, Rock, Jazz und Märschen. 20 Nachwuchsmusiker des Musikzugs hatten bei dem Konzert ihren ersten großen Auftritt. Große Gefühle vermittelte die Overtüre zur Oper "Carmen" von Georges Bizet; wunderschön erzählend, dann unglaublich dynamisch spielten die Musiker "Csardas" von Vittorio monti. Klaus Engelhardt begeisterte dabei mit seinem Solo an der Klarinette. Klassisch waren die "Themen aus der Neuen Welt": Nach einem anrührenden nahezu sentimentalen Auftakt überraschte das Orchester mit donnernd wuchtig-harten Klängen. Herrlich auch der "Baby Elephant Walk": tiefe Blechblasinstrumente mit fulminanten Tönen charakterisierten den Gang eines Elefanten; Saxophon-Klänge verleihen ihm eine lockere Melodie im Rüssel. Bei der "Waschbrettpolka" durfte eines natürlich nicht fehlen: Musik am Waschbrett, souverän dargeboten von Martin Hunold. Einfach grandios waren Auftritt und Sologesang von Ulrich Hoischen beim berühmten "Just a Gigolo", das seinen Ursprung in den 50ern hat. Ein Lebemann beklagt darin seinen Kummer, denn trotz des schillernen Lebens, das er führt, fühlt er sich oft einsam. Mit viel Gefühl hat Ulrich Hoischen dies umgesetzt: Smoking, Zylinder, Zigarette, Blick, Ausdruck, Charme und Stimme - da passte alles zusammen, ein rundum perfekter Gigolo. Die verrucht-schummerige Atmosphäre vermittelte Daniel Mergenmeier am Saxophon. Mit einer Hommage an Glenn Miller, dem Graf Zeppelin Marsch, einigen Zugaben und reichlich Beifall verabschiedete sich der Musikzug Störmede bei seinem Publikum. (Quelle: Geseker Zeitung vom 06.04.2004) |
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