Dirigent Bertold Kutscher hat seine Akteure voll im Griff. Sorgfältige Schulung zahlt sich immer wieder aus.
Störmede, 07.04.2001, 'Wir möchten ihnen einen bunten und abwechslungsreichen Melodienstrauß überreichen'. sagte Franz Pieper, der Vorsitzende der Störmeder Musiker, als er in der voll besetzten Aula der Pankratius- Grundschule das Publikum und die zahlreichen Ehrengäste, unter ihnen Franz- Josef Kemper, den Präsidenten des Westfälischen Volksmusikerbundes, begrüßte.
Eine sorgfältige Aus- und Weiterbildung der jungen Orchestermitglieder, eine perfekte logistische Vorbereitung, sorgfältige Probenarbeit das ganze Jahr hindurch, tägliche Proben in den letzten beiden Wochen vor dem Konzert und die Hilfe großzügiger Sponsoren machten diesen Abend möglich.
Das Störmeder Frühlingskonzert konnte sich auch vor kritischen Ohren hören lassen: technische Perfektion, sorgfältige dynamische Gestaltung und die ungewöhnliche Besetzung mit 13 Saxophonen (in Worten: dreizehn!) ergeben einen spezifischen warmen Sound, der nur dem Störmeder Musikzug eigen ist, der sich längst zu einem symphonischen Blasorchester und einer hervorragenden Bigband empor spielte.
Bertold Kutscher, der neue Dirigent, hat alle 59 Musiker mit seinem sachlichen Dirigat voll im Griff. da weiß jeder, wo's lang geht.
Die 'Störmeder Philharmoniker' boten an diesem Abend vier Märsche und eine Polka. Aber sie konnten mehr. In dem Konzertstück 'Music for a Celebration' eines belgischen Komponisten wanderte ein choralartiges Thema durch die verschiedenen Register des Orchesters, wurde schließlich von allen Instrumenten aufgenommen und in einem prachtvollen Crescendo zu einem großen Finale geführt.
Den Triumphmarsch aus Verdis 'Aida' präsentierte das Orchester als hymnisches Klanggemälde mit prachtvollen Trompetensignalen. Die dreizehn 'singenden Saxophone' hatten ihren großen Auftritt in Schostakowitschs 'Second Waltz'. In dem rhythmisch vertrakten amerikanischen Orchesterstück 'Ride the Wind' wird die nervöse Aufbruchstimmung vor einem großen Segeltörn mit hoher Virtuosität geschildert.
Im zweiten Teil des Konzertes erklangen u.a. Medleys mit Melodien aus James- Bond- Filmen und den Evergreens von Udo Jürgens. Es war ein schönes Konzert, und ganz Störmede freut sich schon auf den 23. März 2002. Dann findet das nächste Konzert statt.